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Gedenken an Kapp-Putsch-Opfer vor 90 JahrenMittwoch, 10. März 2010
 Anti-Putsch-Demo in Berlin, oben rechts: Hauptmann Berthold |  Schule Woellmerstraße |
Die Weimarer Republik war gerade eineinhalb Jahre alt, da putschten in Berlin am 13. März 1920 Militärs, um eine Diktatur zu errichten. Die Regierung flüchtete zuerst nach Dresden, dann nach Stuttgart. Ein Generalstreik, der von allen Arbeiterparteien SPD, USPD und KPD unterstützt wurde, machte dem Spuk in wenigen Tagen ein Ende.
In Harburg kam es aus diesem Anlass zu bewaffneten Kämpfen. Die „Eiserne Schar“ unter dem Kommando des Fliegerhauptmanns Berthold hatte sich dem Putsch angeschlossen und rückte am Abend des 14. März 1920 in Harburg ein. Die Putschisten wurden aber abgedrängt und mussten in der früheren Heimfelder Mittelschule an der Woellmerstraße Quartier beziehen. Am folgenden Tag wurde die Schule von teils bewaffneten Arbeitern und einigen Soldaten der Pionierkaserne am Schwarzenberg belagert. Es kam zu einer Schießerei, es gab Tote auf beiden Seiten. Schließlich mussten die Putschisten kapitulieren. Hauptmann Berthold wollte flüchten, wurde aber erkannt und von der wütenden Menge getötet.
Die Lehre aus Putsch und Generalstreik ist: Wenn alle demokratischen Kräfte einheitlich handeln, können sie eine Diktatur verhindern oder stürzen. Leider wurde diese Lehre im entscheidenden Jahr 1933 nicht beherzigt.
Zum Gedenken an die Harburger Ereignisse vor 90 Jahren veranstaltet das Harburger Bündnis "Einig gegen Rechts" eine Kundgebung am Montag, dem 15. März, um 17.00 Uhr vor der früheren Heimfelder Schule an der Woellmerstraße 1 unter dem Motto des Schwurs von Buchenwald: Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg!
Danach gibt es um 19.30 Uhr in der Kulturwerkstatt Hárburg, Kanalplatz 1, einen Vortrag des Historikers Dr. Christian Gotthardt zum Thema Vor 90 Jahren
Kapp-Putsch 1920 - Bewaffnete Kämpfe auch in Harburg.
Beitrag Nr. 95 (13:29) |
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Internationaler Frauentag am 8. MärzFreitag, 26. Februar 2010

Alle Daten zur Veranstaltung findet man auch unter Termine.
Beitrag Nr. 94 (17:52) |
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Hamburg: Der Arbeitsmarkt im Februar 2010Donnerstag, 25. Februar 2010
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(RH) Im Februar 2010 waren bei der Bundesagentur für Arbeit in Hamburg 147.414 BürgerInnen als arbeitssuchend gemeldet, davon zählte die Statistik allerdings lediglich 56,7 % als arbeitslos (83.587). Während die Anzahl der Arbeitslosen beim Arbeitslosengeld II (Fürsorgeleistung “Hartz-IV”) im Vergleich zum Vorjahresmonat nahezu konstant blieb (+1,6 %), erhöhte sich die Anzahl bei den Versicherten (Arbeitslosengeld) um 31,3 %. |
Der Bundesagentur wurden 12.328 freie Stellen aus Hamburger Unternehmen gemeldet, das sind 24,4 % weniger als im Vorjahresmonat. 5.745 Betroffene befanden sich in einer Beruflichen Weiterbildung, 8.240 (- 20,2 %) Langzeitarbeitslose übten Arbeitsgelegenheiten (Ein-Euro-Jobs) aus. Die höchste Arbeitslosenquote meldete die Agentur-Mitte mit 14,9 %, die niedrigste Eimsbüttel mit 6,4 %, für ganz Hamburg lag sie bei 9,1 %.
Beitrag Nr. 93 (17:53) |
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